Wie alles begann

Im Jahr 2000 wurden wir gefragt, ob wir nicht Lust hätten, mal zum Bowlen zu gehen. Ist voll cool, moonlight und top Musik. Der DJ veranstaltet viele Spiele, bei denen man nen „Kurzen“ gewinnen kann. Als Kind hatte ich ab und zu gekegelt, aber noch nie gebowlt. So gingen wir dann Freitag Abend zum Partybowlen. Wir waren begeistert, spätestens nach dem 4. Kurzen war die Stimmung bombastisch. Gut, das wir zu Fuß nach Hause gehen konnten. Am nächsten Tag waren wir überrascht, wo man so überall Musketkater haben kann… Po, Oberschenkel, ja selbst die Unterschenkel waren neben dem Kopf verkatert. Ganz schön anstrengend und ungewohnte Bewegungen. Von da an verbrachten wir häufiger die Freitag Nacht auf der Bowlinganlage, wurden zu Stammgästen und lernten neben dem Personal auch andere Bowlingverrückte kennen.
Nur wenige Monate später gingen wir vorerst unregelmäßig auch in der Woche bowlen. Da gab es zwar kein moonlight und Animation, aber irgendwie fanden wir es fazinierend, die Kugel in die Pins zu schleudern und freuten uns, wenn wir beim 2. Wurf alle Pins weg hatten. Neben uns spielten immer wieder Leute mit eigenen Kugeln und Schuhen, die anders aussahen als die Schuhe, die man ausleihen kann. Wir fragten nach und man erklärte uns, dass man solche Dinge in ProShops kaufen kann. Das hörte sich sehr professionell und teuer an. Aber unsere Neugier war geweckt. Wir suchten also einen ProShop. Nur findet man den nicht so ohne weiteres in einem Einkaufszentrum. Also fragten wir wieder und man nannte uns ein paar Adressen in Berlin. Wir entschieden uns für einen Besuch bei bsl-bowlingservice.de. Dort wurden wir auch nett begrüßt und waren erstaunt, wie viele Artikel es für Bowling gibt. Bälle, Taschen, diverse Puder, Schuhe, Handgelenksstützen, Tücher, … Und das in allen Preisklassen.
Wir stellten schnell klar, dass wir noch Anfänger sind (obwohl das nicht wirklich nötig gewesen wäre ;-)). So kauften wir die klassische Einsteigerausrüstung, bestehend aus einfachen Schuhen, einer 1-Ball-Tasche und einem Plastikball, wobei es uns wichtig war, den Ball zu nehmen, der bei moonlight leuchtet! Damit zogen wir dann auch schnellstmöglich wieder ins Bowlingcenter um auszuprobieren, wie viel besser wir nun waren. Natürlich waren die gefühlten Werte höher, als die tatsächlichen. Aber wir waren einen Schritt weiter. Wieder Monate später erklärte man uns, dass es auf der Bahn und auf dem Anlauf Markierungen gibt, an denen man sich orientieren kann, um sich immer gleich aufzustellen. Als uns dann noch ein Räumplan vorgelegt wurde, der zeigt, wie man sich aufstellen soll um die stehengebliebenen Pins beim 2. Wurf zu treffen, war klar: Bowling ist weitaus komplexer!