Interview mit Werner Gessner

Interview mit Werner  Gessner, Internationale Bowlingakademie in Regensburg, am  05.03.2006 in Regensburg

Werner Gessner gründete 1999 die Internationale Bowlingakademie in Regensburg und leitet diese bis heute. Nach amerikanischem Vorbild führt er Bronze-, Silber- und Gold-Level Seminare und Individualtrainings durch.

Jens: Wie bist Du zum Bowling gekommen?

wernergessner

Werner: Ich spielte von meiner Jugend an – ich glaube so ab 12 Jahren – Eishockey. Dies begann in Nürnberg und endete nach einer schweren Verletzung mit 22 Jahren in der Schweiz.1965 hatte ich dann erste Kontakte als Gastspieler bei den Amerikanern in einer Kaserne.

Jens: Bitte gib uns einen kurzen Überblick über die Stationen Deiner Bowlingkarriere.

Jens Ulmann, Werner Gessner

Werner: Wie gesagt, die ersten Ballgefühle lernte ich von einem Amerikaner in der Kaserne. Mit anderen deutschen Gastspielern, die ich auf der US Bahn kennen lernte, gründeten wir dann den 1.BV 1968 Regensburg. Dieser Verein hat zwar heute auch nicht mehr als ca.140 Mitglieder, doch seit Jahren ein Damen- und Herrenteam in der 1.Bundesliga mit mehreren deutschen Meistertiteln.
1973 organisierte ich den Bau einer Bowlinghalle in Regensburg. 1977 eröffnete ich selbst eine 14 Bahnenanlage in Ingolstadt welche ich nach sehr erfolgreichen Jahren 1986 verkaufte. 1988 machte ich in Frankfurt meine Übungsleiterausbildung, 1990 folgte in München die B-Trainerausbildung und ich stellte für Bayern erstmals ein Lehrwesen auf die Beine. 1996 legte ich unter Jürgen Kohlberg meine A-Trainerprüfung ab. 1998 anlässlich der Bowling WM machte ich eine Bowlingausbildung in Reno/Nevada unter dem allseits bekannten Spitzentrainer “Ron Hoppe” der 2004 ein absolut gutes Buch namens “Top Ten Tips for Coaching the Advanced Bowler” herausbrachte. 1999 ging es wieder in die USA um mit Fred Borden Kontakt aufzunehmen. Hier lernte und beobachtete ich die Unterschiede von “aktiven und passiven Coachen”. Das Jahr 2001 brachte mir Kontakt und Ausbildung bei der Int. Bowling Akademie/ Las Vegas unter Bob Sommerville (Leider verstorben) und dem international erfahrenen Coach Bill Hall (er trainierte auch schon das Team von Malaysia). BTM “Bowling this Month” ist die heute anerkannteste Fachzeitschrift für Bowling, sie entstammt der Int. Bowling Akademie/Las Vegas deren Lehrinhalte wir heute zum großen Teil duplizieren.

Jens: Mit welchen Zielen hast Du die Bowlingakademie gegründet?

Werner: Nachdem ich erkannte, dass viele interessierte Bowler jeglicher Leistungsstärke nach fundierter und aktueller Fortbildung strebten, wollte ich diese Lücke schließen. Der laufende Erfolg mit Teilnehmern aus dem In- und Ausland gab mir recht.

Jens: Wie wird man ein guter Bowler?

Werner: Für jede mehr als durchschnittliche Tätigkeit im Leben wie im Sport braucht es zwei Dinge: “Talent und Willen”. Das eine kann ohne das andere nicht zum erwünschten Ziel führen. Über die Inhalte könnte man natürlich viele Seiten füllen, eine diesbezügliche Aussage kann man aber von Sportfachleuten jeder Disziplin immer wieder hören: Ohne Trainerbegleitung sind Spitzenleistungen nicht möglich, egal in welcher Sportart. Versteht mich aber bitte nicht falsch, der Besuch eines Kurses bei uns ist kein Garant für den Erfolg, ein Trainerschein ist keine Garantie für gute Ausbildung. Ein Trainer muss mit seinem Wissen dem zu Betreuenden immer einen Schritt voraus sein, er braucht Einfühlungsvermögen und Kompetenz.
Bei dem Wort Training unterscheidet man in: Übung von Teilbereichen, Übung in Gesamtbereichen, prozessorientiertes Training und ergebnisorientiertes Training. Ein Trainingsabend in der Klubgemeinschaft kann oftmals nicht als Training, sondern muss als ergebnisorientierter Abend bezeichnet werden, der meist mit dem Begriff “Training” nichts zu tun hat.
Grundsätzlich sollte ein Bowler für seine körperliche Fitness jeden 2.Tag zumindest 1 Stunde z.B. Powerwalking (Winter) oder Fahrradfahren (Be-und Entlastungsbereiche (Sommer)) absolvieren. Zusätzlich sind Kraftübungen für Fingerzug und stabiles Handgelenk erforderlich. Eine etwas kräftige Rückenmuskulatur ist dem Bowlingsport ebenfalls zuträglich.
Als Training auf der Bahn empfehle ich 1 x wöchentlich ein Teilbereichstraining (nicht länger als 1 Stunde) und bei entsprechender Entwicklung zusätzlich 1 x wöchentlich ein wettkampforientiertes Training, d.h. absolute Prozessorientierung auf jeden Wurf ohne Ergebnisverfolgung mit Druckaufbau. Dies kann eine 6 er Serie, möglichst zu zweit auf der Bahn sein. Viele Spiele ohne Konzept und Inhalte bringen keinen vorwärts.

Jens: Welchen Stellenwert nimmt das Material ein?

Werner: Das Material nimmt natürlich einen entsprechend großen Stellenwert ein, aber erst dann, wenn die Grundvoraussetzungen dafür geschaffen sind. Ich meine damit, wenn ein Sportler seine Disziplin mit den erforderlichen Grundlagen nicht hochprozentig beherrscht, so bringt ihm das beste Material nicht ans Endziel. Um ein vernünftiges Sortiment von Bowlingbällen zu haben, muss man zuerst die Technologie eines Balles verstehen. Man kann dies aber auch dem Pro Shop überlassen. Was aber wenn etwas nicht zum Erfolg führt? Dann kommt die große Unsicherheit: ist der Ballbohrer schuld, oder sind die Ölungen der Bahn schuld, welchen Ball sollte ich denn eigentlich jetzt einsetzen, den blauen oder vielleicht doch besser den roten? Wir legen eben in unseren Seminaren Wert darauf, dass jeder Teilnehmer zum Abschluss in einen Pro Shop gehen kann und zumindest weiß was er will. Wenn dann eine fachliche Kommunikation mit dem Ballbohrer entstehen kann, wird es zu einem meist guten Ergebnis kommen.

Jens: Wie schätzt Du die Entwicklung im Bowlingsport ein?

Werner: Wenn wir von Bowlingsport sprechen, lassen wir mal die Entwicklung des Openbowlergeschäfts raus. Für den Bereich Sportbowling sehe ich das Problem des immer größer werdenden finanziellen Aufwands. Damit meine ich in erster Linie nicht die Ausrüstung alleine. Ich denke, dass der finanzielle Aufwand für notwendigen Trainingsumfang, Fahrt- und Verpflegungskosten und Spielgelder, für einen Normalverdiener bald nicht mehr zu realisieren ist. Ein zusätzliches Problem für den Spitzensport ist, dass es in Deutschland zuwenig kompetente Trainer gibt. Die Verbände verwalten den Sport nur statt ihn zu gestalten. Ein vernünftiges Lehrwesen für eine Trainerausbildung nach aktuellen Erfordernissen ist nirgends vorhanden. Wenn überhaupt, so arbeiten einige Pseudotrainer mit Halbwissen. Manchmal wissen Spieler teilweise mehr als sogenannte Trainer, die dann zum Betreuer und Taschenträger degradiert werden.
Ich wurde vor ca.2 Jahren gebeten, ein Lehrwesen für die DBU mit aufzubauen. Da drückte man mir einen Keglerlehrwart der 70 er Jahre mit ins Team usw. Außer unserem Nationaltrainer Peter Lorenz war da kaum einer zu gebrauchen – das reichte um sofort den Rückzug anzutreten. Ich sehe da in kürzerer Zeit wenig helles am Horizont.

Jens: Bitte nimm zu folgenden Aussagen einiger Hallenbetreiber Stellung: Sportbowler verzehren nichts und meckern über die Bahnenverhältnisse, Openbowler sind Anspruchslos und konsumieren.

Werner: Dazu kann ich mit Kompetenz wie folgt Stellung nehmen: Dass Deutschland als Servicewüste bezeichnet wird, ist uns ja – auch in Bowlinghallen – bekannt. Dass Leute Bowlinghallen betreiben in der Hoffnung: Sperren wir mal die Türen auf, dann kommen sicher genügend Blöde die uns das Geld vor die Füße schmeißen.
Als jahrelanger und sehr erfolgreicher Hallenbetreiber damals in Ingolstadt hatten wir sehr großen Erfolg mit Essensqualtität und freundlichem Service zu vernünftigen Preisen. Meine Frau Gaby und ich waren täglich von 10.00 Uhr Vormittag bis 1.00 Uhr Morgens mit Ausnahme von einem freien Tag (Donnerstag)für unsere Kunden – und zwar für alle – da. Es gab außer einer reichhaltigen Speisekarte, ein täglich wechselndes Mittagsmenü. Es gab eine tägliche Bahnenpflege und kaum Bahnenstops. Wir waren um unsere Sportbowler bemüht, hatten viele Spieltage, Turniere und Faschingsveranstaltungen mit bis zu 800 Personen. Die Vereinsbowler halfen beim Umbau, betreuten die Jugendlichen beim Training, deren Eltern kamen zusätzlich ins Haus, Bowlingausrüstungen wurden gekauft. Die Eltern wurden für die Hausligen interessiert und kamen mit anderen Gruppen. Hier wurde 80-100 Stunden in der Woche gearbeitet.
Warum verzehren die Sportbowler nichts? Weil es oft zu teuer oder zu schlecht, oder beides ist. Da verzehren die Openbowler nämlich auch nur Getränke. Kaum ein Sportbowler beschwerte sich über Bahnverhältnisse und wir mussten das Öl noch mit der Handspritze zu einer Krone auftragen. Heute gibt es die Erleichterung durch modernste Ölmaschinen, da ist es doch kein Problem für reservierte Bahnen eines Klubs mal ein entsprechendes Ölmuster aufzutragen, aber dazu ist man ja nicht bereit. Da müsste ja einer was davon verstehen und zusätzliche Arbeit ist es auch.
Genau deshalb werden die Kindergeburtstags-Ölungen auch an Spieltagen aufgetragen, weil es ja Arbeit macht etwas anderes einzustellen.
Zur Frage Amateure spielen nur in Hallen mit leichten Mustern! Norm Duke und Mike Aulby – beides Bowlinglegenden aus dem Profigeschäft sagten einmal: “Kommst Du in eine Halle zum Training und die Bahn kommt Dir total auf einer Hauslinie entgegen, so packe Deine Bälle ein und gehe woanders hin, denn hier kannst Du nichts lernen. Wenn jemand Trainingsweltmeister auf seiner leichten Anlage sein will, soll er dort bleiben. Auf anderen Anlagen wird er sicher untergehen – oder es war natürlich eine scheiß Bahn.

Jens: Wie sieht Deine Planung für die Zukunft aus?

Werner: Na ja, wenn ich ehrlich bin – weniger Seminare. Das biologische Alter macht mir zwar “noch” keine Probleme, aber ich möchte mehr Freizeit mit meiner Frau Gaby verbringen, da blieb mit dem Bowling doch in der Vergangenheit zuwenig übrig. Mit meinem Freund und Ballbohrspezialist Michael Grabovac (hier klicken für seinen Webauftritt) möchte ich mich wieder mehr beschäftigen, sowie dem Balldesigner Mo Pinel (MoRich)in den USA einen Besuch abstatten.

Jens: Vielen Dank, dass Du Dir nach unserem Training noch die Zeit für dieses Interview genommen hast.

Int. Bowlingakademie Coaching Seminar 2010

Erfahrungsbericht über das erste Coaching Seminar, geleitet von Werner Gessner,  internationale Bowling Akademie in Regensburg (19. – 21. März 2010) Ort: Super Bowl in Regensburg und Seminarraum im Hotel Forsters – Gasthof zur Post-

Inhalte des Kurses:

Praxis: von der Aufstellung bis zur Finishposition, Rückkopplung der Bewegungsmerkmale, Abgabetechniken, Linienaufbau / Anpassung, Individuelle Problemlösungen, Ballcheck

Theorie: Analyse aus Eigenrealisation, Erklärung der Bewegungsinhalte, Materialkunde, Taktik mit Linienaufbau / Anpassung

Trainer: Werner Gessner

Vorwort: Früher oder später erreicht jeder begeisterte Hobbybowler seinen “natürlichen” Schnitt. Je nach Talent und investierten Spielen, liegt dieser in Abhängigkeit vom Material und bespielten Hallen und den damit verbunden Ölmustern, zwischen 160 und 180 Pins. Um weiter zu kommen, gibt es die Möglichkeit in einen Bowlingverein, bzw. Bowlingclub einzutreten. Doch wer glaubt, hier ist es normal einen Trainer zu haben, irrt in vielen Fällen. Gerade in Großstädten gibt es viele kleine Clubs, die sich keinen Trainer leisten können, oder wollen. Selbst die Clubs, die aktiv Mitglieder zum Trainer ausbilden lassen möchten, scheitern häufig daran, dass es kaum Möglichkeiten hierzu gibt. Die Ausbildung der C-Trainer, die kleinste offizielle Trainerlizenz, ist Ländersache. Allerdings wird daran gearbeitet, die Ausbildung bundesweit zu vereinheitlichen, was vorerst zu begrüßen ist. Da dieses, unter anderem, momentan aber dazu führt, dass erst einmal gar nicht ausgebildet wird, ist es, gerade im Hinblick auf schwindende Mitgliederzahlen, anzuprangern! Die Ausbildung der B- und A-Trainer ist DBU-Sache. Doch auch hier werden Termine häufiger verschoben.

Selbst wenn eine C-Trainer-Ausbildung angeboten wird, schreckt diese potentielle Club-Trainer häufig ab. Nicht nur die Kosten (in der Regel über 300,00 Euro), sondern auch die Anzahl der theoretischen Lerneinheiten (von ca. 140 á 45 Minuten ca. die Hälfte, wobei es sich zukünftig ändern könnte).

Hier bietet die internationale Bowlingakademie, vertreten durch Werner Gessner, eine weitere Möglichkeit an. Zwar kostet das Coaching-Seminar im Prinzip sogar mehr, als eine C-Trainerausbildung, wenn man Übernachtung und Verpflegung hinzurechnet. Dafür erhält man aber kompaktes und klar strukturiertes praktisches Wissen, gepaart mit ergänzender und aufbauender Theorie (Materialkunde, Videoanalyse, …).  Werner Gessner begrüßte die Teilnehmer zum ersten Coaching-Seminar im Seminarraum im hinteren Bereich der Bowlinghalle.

Er stellte klar, dass ein guter Trainer kein guter Bowler sein muss. Allerdings hilft es ungemein, wenn der Trainer, gerade in der Bewegungslehre, nicht nur erklären, sondern auch zeigen kann.

Werner erklärte den Fahrplan des Wochenendes und nahm zu den kommenden Themen Stellung.

Wichtig ist ihm, das wir verstehen, das nicht die Kurbel den erfolgreichen Bowler ausmacht, sondern der Kopf. Doch die Steigerung davon ist das Bewegungsgefühl. Durch Kompetenz soll zwischen Trainer und Schüler ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, das genutzt wird, um ein Gefühl für Bowling zu entwickeln. Um das zu verdeutlichen, zitiert er einen Bowler, der ein Turnier gewonnen hat mit folgenden Worten: “es hat sich heute gut angefühlt!”  Zu den ersten Aufgaben eines Coaches gehört die Kontrolle der Trainingsvorbereitung. Hierzu gehören gereinigte und gegebenenfalls getapte Bälle, die Wahl der richtigen Wechselsohle für den Anlauf und natürlich das Aufwärmen. Das Aufwärmen ist wohl einer der wichtigsten Punkte vor dem Training und Wettkampf. Vor den Dehnübungen sollte beachtet werden, dass die kalte Muskulatur, z.B. durch Pendelübungen, erwärmt wird. Ein häufiger Fehler im Wettkampf ist, ohne Aufwärmung Probewürfe zu machen und danach den Ball auszuwählen.

Nach dem Aufwärmen sollten die Teilnehmer ein paar Würfe machen. Werner beobachtete sorgsam jeden Einzelnen und erklärte später, das ein Großteil derTrainerarbeit das Beobachten der Schüler ist. Damit ist nicht die Ballabgabe gemeint, sondern: Wurfvorbereitung, Aufstellung (Poweraufstellung), Push Away, Pendel, Schrittfolge, Stand, Abgabe, Follow Through.  Nachdem die Teilnehmer von Werner jeweils auf die zu beachtenden Punkte hingewiesen wurden, zeigte er einige Übungen für Schüler. Ziel soll ja immer das Fühlen der Bewegung sein.

Um möglichst viele Fehler auszuschließen und einzelne Teile des Bewegungsablaufs zu trainieren kann ein simpler Stuhl herangezogen werden. Man setzt sich auf den Stuhl, verschränkt das rechte Bein hinter dem vorderen Stuhlbein und hält sich mit der linken Hand am Stuhl fest. Der Oberkörper ist, wie bei der Abgabe, leicht nach vorn und rechts gebeugt, die rechte Schulter hängt etwas herunter. 1. Übung: Der Ball wird leicht hin und her gependelt, die Schulter hängt herunter, aber pendelt nicht mit, sondern bleibt gerade! Der Ball wird aus dem Pendel nach vorne herausgelassen. 2. Übung: Das Pendel bleibt gleich, aber die Handstellung wird variiert (Vorwärts- bzw. Seitenroll, Zeigefinger am Mittelfinger, bzw. abgespreizt).  Um diese Übungen mit Schülern erfolgreich durchführen zu können, zeigt Werner, worauf der Coach zu achten hat und gibt Tipps, wie Fehler korrigiert werden können.

Die einfachste Art dafür ist, die Hand leicht auf oder vor die Schulter zu drücken, um dem Schüler zu ermöglichen zu fühlen, wann die Schulter mitgeht.  Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es am Samstag Morgen mit einer kurzen Wiederholung des gelernten und der Korrektur einiger verbesserungswürdiger Punkte weiter.

Ergänzt wurde diese Praxiseinheit durch das Überprüfen von zwei wichtigen Punkten, die jeder Bowler kennen muss! Die Bestimmung des Aufstellpunkts und der Leistenbreite für das Linienspiel.

Häufig setzen Schüler den Ball zu spät nach vorne ein, so dass der Ball vor der Abgabe noch zu weit hinten ist und nach vorne gerissen werden muss. Werner zeigt hier 2 Übungen, um den Push Away zu trainieren. Zuerst stellt sich der Trainer vor den Schüler und fängt den Ball nach dem Push Away auf. Dieses wird solange wiederholt, bis der Push Away locker nach vorne und unten gleichermaßen gesetzt wird. Jetzt soll der Push Away synchron mit dem ersten rechten Schritt (beim Rechtshänder) starten. Passiert dieses zu spät, kann der Trainer den Ball leicht nach vorne und unten drücken.

Weiterhin portierte Werner das freie Pendel vom Stuhl weg auf den Anlauf. Auch hier kann es helfen, dem Schüler die Hand auf die Schulter zu legen. Zum Einen, um die Bewegung der Schulter nach vorne zu stoppen, zum Anderen um Tempo aus dem Anlauf zu nehmen.

Für die Schüler, die zum Rumgreifen neigen, rät Werner bei der Aufstellung das Anheben des Ringfingers (leichte Rechtsdrehung des Handgelenks). Dadurch wird der Ellenbogen dichter an den Körper gedrückt.

Danach warfen die Teilnehmer in die Vollen, was ich mit der Videokamera für die spätere Videoanalyse filmte.  Eine der starken Seiten von Werner Gessner als Trainer ist das anschauliche Demonstrieren.

Was passiert, wenn der Ball gedrückt, also die rechte Schulter beim Pendel nach vorne geführt wird?

       

Die meisten Bowler werden wohl nicht auf die Bahn fallen, aber wir können es häufig beobachten, dass einige Bowler nicht stabil stehen und dem Ball nach vorne, bzw. vorne rechts folgen. Dieses äußert sich in einem kleinem Sprung oder dem wegkippen zur Seite.

Das ist für die Trainer ein Indiz für eine instabile Schulter. Allerdings ist hiermit nicht die (durch das Ballgewicht normale)hängende Schulter gemeint!  Während inzwischen recht viele Bowler Tapes für das Daumenloch benutzen, um ein optimales Passgefühl auch bei an- bzw. abschwellendem Daumen zu gewährleisten, wird das Daumentiming häufig noch nicht optimiert.

Es gibt hierzu Tapes, die auf die Rückseite des Daumens geklebt werden. Diese sorgen für ein späteres rausrutschen des Daumens Vise Grip Hada Patch 1(nicht rutschig) bis schnelles rausrutschen Vise Grip Hada Patch 4 grau (sehr rutschig). Ausprobiert haben wir die rote 2 (nicht so rutschig) und die graue 4.  Die Mittagspause verbrachten wir mit einem gemütlichen Spaziergang zur Walhalla. Bei angenehmen Wetter konnten wir den weiten Ausblick  genießen und Energie für die Theorie tanken.  In der Walhalla-Stube des Hotel Forsters, in dem die Teilnehmer untergebracht waren, ging es zuerst um die Analyse der Bewegungsabläufe vom Vormittag. Das Forsters stellte uns zu diesem Zweck einen modernen Flachbildschirm zur Verfügung.

Allerdings ging es hier nicht erstrangig um die Fehler der Teilnehmer, sondern um das Schärfen des Blicks für die Analyse: Aufstellung: Schulter, Ballhaltung, Hüfte, Kopf über Ball, Ball an der Seite, relaxte Aufstellung, Knie Abgabe: Nichtspielarm seitwärts, Distanz des Slidefußes zur Foulline, Kopf über Knie, frühes, spätes Timing Pendel: Push Away rechtzeitig und nicht zu kurz oder zu weit nach vorne, Ellenbogen dicht am Körper

Tipp: Achte bei der Abgabe auf den Slidefuß. Zeigt er schräg nach rechts, kann dieses ein Zeichen (Entgegenwirken) für Ball holen, bzw. drücken sein.  In der darauf folgenden Materialkunde erklärte Werner die Grundlagen des modernen Bowlingballs. Er ging auf verschiedene Balloberflächen, Kerne und Bohrlayouts ein.

Grundsätzlich gilt, das ca. 65% der Action des Bowlingballs von der Oberfläche kommen, ca. 20% vom Kern und weitere 15% durch das Bohrlayout.  Um das Bohrlayout zu überprüfen, bzw. bei neuen Bällen das richtige Layout für die gewünschte Unterstützung der Ballreaktion zu erreichen, erklärte Werner den PAP und maß diesen von jedem Teilnehmer.  Der Sonntag Morgen begann wieder mit Praxis. Dieser Teil, der sich mit Linienspiel- und Anpassung beschäftigt, wird von den Teilnehmern immer mit besonders großer Spannung erwartet. Geht es hier doch vermeintlich um die Kunst, hohe Ergebnisse zu spielen. Werner stellte jedoch zugleich klar, das Schüler, die keinen stabilen Bewegungsablauf haben, mit diesen Lerneinheiten schnell überfordert werden. Denn wer eine Streuung von 5 Leisten hat, kann mit einer 2 zu 1 Anpassung nicht wirklich was anfangen. Werner gab Anleitungen, im Training verschiedene Linien zu spielen. Gerade die Außenlinien, z.B. parallel zur 3. Leiste, sind häufig im Wettkampf erfolgreich, da sie selten gespielt werden. Die Variation im Handgelenk (Einstellung auf Vorwärtsroll) und die Höhe des Balls bei der Aufstellung spielen dabei eine wichtige Rolle. Da sich die Bahn nach und nach verändert, sind entsprechende Anpassungen, bis hin zum Linienwechsel unausweichlich. Erstaunlich war, wie groß Auswirkungen selbst kleiner Veränderungen sein können. So gelang es relativ leicht, durch Anlegen des Zeigefingers an den Mittelfinger deutlich mehr Länge zu erreichen.    Parallel zum praktischen Teil vermaß Werner die Hände der Teilnehmer und erstellte für jeden Teilnehmer einen Bohrzettel.

Auch demonstrierte er die Verwendung eines Ballspinners und die Anpassung der jeweiligen Balloberflächen.

Die Grundlagen der Materialkunde wurden erweitert durch die Erklärung der von den Ballherstellern angegebenen Begriffe RG, Differential, Flare-Potential, Core-Torque, Länge, Backend und Hook. Werner empfahl hier die Bowlingzeitschrift Bowling this month, die unabhängig von den Herstellern Bälle bewertet. Alternativ stellt Werner viele Information auf der Bowlingpage bereit.  Die abschließende Theorie bezog sich auf die Vorbereitung und Durchführung von Trainingseinheiten. Vor jedem Training steht eine Ist-Analyse und die Definition des Soll-Zustandes. Kleine und erreichbare Ziele sind besser als weitgesteckte Ziele. Eine Trainingseinheit kann aus bis zu 2 Trainingsstunden á 45 Minuten bestehen. Es sollte jedoch pro Trainingsstunde nur ein Schwerpunkt trainiert werden und solange wiederholt werden, bis sich dieser sicher abrufen läßt.

Die Nachbereitung wird gerne vernachlässigt, ist aber wichtig, um die erreichten Ziele zu verdeutlichen.  Zu guter Letzt gab es die erhofften Zertifikate.

Werner ermunterte die Teilnehmer weiter an sich zu arbeiten und gegebenenfalls das Erlernte in einer Trainerausbildung zu vertiefen.

Sicherlich sind wir noch keine Trainer geworden, aber mit dem Wissen und der praktischen Arbeit, in Verbindung mit den vielen Tipps von Werner, sind wir auf dem Weg für unseren Verein ein guter Coach zu sein ;-)!

Int. Bowlingakademie Frank Sanderlin 2010

Erfahrungsbericht über ein Individual-Seminar, geleitet von Frank Sanderlin, CO-Trainer,  internationale Bowling Akademie in Regensburg (19. – 21. März 2010) Ort: Super Bowl in Regensburg

Parallel zum Coaching-Seminar fand auf der Nachbarbahn ein Individual-Training mit Frank Sanderlin, CO-Trainer der internationalen Bowlingakademie in Regensburg statt.

Tommy, meine Frau Connie und ich trainierten bereits vom 16.03. – 18.03.2010 mit Werner Gessner. Umso gespannter waren wir, wie Franky es schafft, Connie und Tommy und die 3 weiteren Teilnehmer Bine, Uwe und Lars unter einen Hut zu bringen. Da wir alle Mitglieder beim BC Forsche Kugel 1926 sind, kennen wir uns natürlich gut.

Connie und Tommy haben bereits mehrfach mit Werner Gessner trainiert, Bine, Uwe und Lars sind dagegen das erste Mal in der Bowlingakademie.

Hochmotiviert folgen alle Teilnehmer den Erklärungen Franky’s, der es immer wieder schafft, ein Lächeln auf die Gesichter der Teilnehmer zu zaubern. Dieses liegt nicht nur am Dialekt (ein halbamerikanischer Bayer), sondern an seiner offenen und lustigen Art.  Wir staunten nicht schlecht, was Franky so alles aufbaute. Zuerst sah es ganz danach aus, als wenn es darum geht, zu überprüfen, wie genau wir spielen können. Sprich: Leiste getroffen, oder nicht?

Doch dem war nicht so. Franky stellte ein System vor, das unabhängig von den unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Umdrehungen und Abgabewinkel einen Zielpunkt auf der Bahn für alle Spieler festlegt.

Die Rede ist hier nicht vom Breakpoint, denn der ist bei unterschiedlichen Spielern stets anders, sondern vom Exit Point.

Aus Forschungsergebnissen wurde eine vereinfachte Formel erstellt: Exit Point = Länge des Ölmusters – 31. Z.B. wäre der Exit Point bei einer 38 Fuß Ölung die Leiste 7 bei 38 Fuß (11,6m). Bei einer 43 Fuß Ölung Leiste 12 bei 43 Fuß (13,1m).

Somit wurde hier die Brücke auf Höhe des Ölmusters und der für den Exit Point resultierenden Leiste aufgestellt.   Wie kann ich mein Gehirn programmieren, den optimalen Auflagepunkt nach der Ballabgabe auf der Bahn zu treffen? Wir kennen es alle aus dem Straßenverkehr: Pylonen, simpel und genial.  Wie kann ich Abgabetechniken trainieren? Am Besten, wenn ich ein Gefühl dafür entwickele. Wie kann ich dafür ein Gefühl entwickeln? Die Abgabe wird auf das Einfachste reduziert. Zuerst wird mit einem genoppten Basketball abgegeben, danach die schwerere Variante: mit einem Football!  Immer wieder ruft Franky das soeben trainierte ins Gedächtnis und erklärt die Einzelheiten. Man merkt ihm die Begeisterung für den Bowlingsport geradezu an.  Ein altes, aber sehr effektives Mittel für das Leistenspiel ist die Verdeckung der Pins. Sowohl der Anwurf, als auch das Räumen erfolgt blind über die Leisten.

Franky hat es geschafft, ALLE Teilnehmer zu motivieren, ja geradezu zu begeistern, ohne dabei das Ziel, das Bowlingspiel auf ein höheres Level zu hieven, aus den Augen zu verlieren.

Int. Bowlingakademie 2006

Erfahrungsbericht über Individualtraining internationale Bowling Akademie in Regensburg (04. – 5. März 2006)

Ort: Super Bowl in Regensburg (… und es hat diesmal die ganze Zeit geschneit…!)

Kurs: 2 * 3 Stunden Individualtraining

Trainer: Werner Gessner

Tommy, Connie und ich reisten wieder einen Tag vorher an, um am Samstag um 10:00 Uhr frisch und ausgeruht zu sein. In Berlin waren die Straßen am Freitag gegen 11:00 Uhr frei vom Schnee und so fuhren wir die ersten 300 Kilometer nach Regensburg sehr entspannt. Nachdem es letztes Jahr permanent geregnet hatte, waren wir nun sehr glücklich, so gut durchzukommen. Leider zu früh gefreut, kaum wurde es ein wenig hügelig, wurden wir von Schnee, Wind und Regenmatsch wieder an das schlechte Regensburger Wetter erinnert. Werner Gessner behauptet zwar, dass in Regensburg auch mal die Sonne scheint, das haben wir aber bisher nach 3 Besuchen nur äußerst kurz erlebt.

Da wir bei den vorhandenen klimatischen Verhältnissen nicht davon ausgegangen sind, dass wir die schöne altehrwürdige Stadt Regensburg erkunden können, haben wir uns entschieden im “Best Western Atrium Hotel” zu schlafen. Das Hotel ist gut ausgestattet, verfügt über kostenlose Parkplätze, liegt genau gegenüber der Bowlingbahn, nur durch einen (zugefrorenen) Teich getrennt und bietet eine Wochenendpauschale an, die durchaus akzeptabel ist.   Da wir uns ja bereits kannten, haben wir nach einer herzlichen Begrüßung keine Zeit verloren und begannen mit der Lockerung und Aufwärmung der Morgens ziemlich müden Muskeln. Wem jetzt auffällt, dass ich auf dem Foto fehle, dem sei gesagt, dass ich natürlich nach den Aufnahmen schnellstmöglich alles nachgeholt habe :-).

 In unserem ersten Kurs wurden schwerpunktmäßig die Grundlagen (Wurfvorbereitung, Aufstellposition mit Hüftknick und Kopfanpassung, synchroner Start von Balleingabe und 1. Schritt, freies Pendel, Finishposition) besprochen und unter der professionellen Anleitung von Werner (weitestgehend) umgesetzt. Jetzt ging es um das Ausmerzen der wieder eingeschlichenen Fehler und Nachlässigkeiten und Finetuning der entsprechenden Abläufe. Das nicht geführte Pendel und die daraus resultierende Ballabgabe mit stabiler Endposition nahm einen großen Teil unserer Zeit ein.  Die Umstellung des 4-Schritt-Anlaufs auf einen 4-Schritt-Anlauf mit Vorbereitung war eine gute Idee und sorgte nach kurzer Verwirrung, ob man nicht doch lieber vorher einen Tanzkurs besuchen sollte, für einen deutlich runderen Bewegungsablauf.

Zum Finetuning gehört natürlich auch das Material. Der eine oder andere Ball wurde neu erworben und Werner untersuchte und vermass unsere vorhanden Bohrlayouts. Da auch hier immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen werden und das Material immer mehr hightech wird, empfahl er uns einige kleine Korrekturen, die wir mit vorhandenem Material testen sollten. Im Prinzip geht es hier schwerpunktmäßig um das Daumenloch, ob mit reverse pitch, oder ohne, oval oder rund.

 Wieder fahren wir motiviert nach Hause um die neuen Anregungen und das Erlernte zu verfestigen. Wer jetzt aber glaubt, dass wir wieder ein Schneechaos auf der Autobahn vorfanden, hat sich getäuscht. Die Bedingungen in Regensburg waren optimal, die Straßen geräumt und gestreut. ABER: ca. 100 Kilometer vor Berlin hatten wir ihn wieder: unseren Schneesturm! Naja, so hatten wir noch ein wenig mehr Zeit, uns über das Wochenende und das tolle Training mit Werner Gessner zu unterhalten.

Int. Bowlingakademie 2005

Erfahrungsbericht über die internationale Bowling Akademie in Regensburg (6. – 7. Mai 2005)

Ort: Super Bowl in Regensburg (… und es hat die ganze Zeit geregnet…!)

Kurs: 12 Stunden Sonderkurs mit Elementen aus dem Bronzelevel- und Silberlevel-Seminar

Trainer: Werner Gessner

Tommy, Connie und ich reisten ganz gemütlich bereits am Vatertag an. Da wir erst gegen 14:00 Uhr Ortszeit in Berlin gestartet sind, hatten wir keinerlei Beeinträchtigungen in Form von Autos oder Bollerwagen ziehender Daddys. So erreichten wir dann auch kurz nach 18:00 Uhr Regensburg. Leider noch nicht unser Hotel, da Tommys Navi leider die Adresse der Verwaltung mit dem Hotel verwechselt hat (oder war es doch der Tommy???). Folgerichtig hat Tommy dann die Adresse neu eingegeben, so dass wir dann nach kurzer Zeit die Zielstraße erreicht hatten. Doch irgendwie hat sich das Hotel gut getarnt, denn wieder war es nicht zu finden. Glücklicherweise hatten wir die Adresse noch auf Papier ausgedruckt (schei.. Computer). Der Vergleich ergab eine absolute Übereinstimmung der Straße, allerdings nicht der Postleitzahl. Nunja, nachdem wir nun schon einen Teil von Regensburg kennen gelernt hatten, fuhren wir dann auf der jetzt richtigen Zielstraße an einem schönen gelben Rathaus vorbei (O-Ton Tommy). Als wir nun den Ortsausgang erreichten, ohne unser Hotel zu finden, hielten wir es für ratsam, doch mal im Hotel anzurufen und nachzufragen. Hierbei stellte sich heraus, dass das schöne Rathaus tatsächlich unserer Hotel war.

Obwohl das Hotel Haslbach offiziell noch nicht eröffnet hatte und einige Zimmer noch nicht bewohnbar waren, wurden wir herzlich empfangen und fanden alles Wichtige vor. Das bei Connie und mir im Badezimmer noch keine Gardine hing und der Spiegel fehlte, haben wir mit Humor genommen, denn mit einem extra Handtuch war das Fenster dicht und schließlich wollten wir ja Bowlen und nicht zu einer Modenschau…Das Frühstück war umfangreich und wir konnten eine gute Grundlage schaffen. Die Bedienung und der Service waren sehr gut. Wir denken, dass das Hotel in ein paar Wochen eine empfehlenswerte Adresse ist, nicht zuletzt deswegen, weil der Weg zur Bowlingbahn mit dem Auto nur wenige Minuten beträgt.

Bevor das eigentliche Training begann, wurden wir von Werner Gessner freundlich begrüßt und über die geplanten Trainingsinhalte und den Ablauf informiert. Um Trainingsschwerpunkte festlegen zu können, sollten wir nach einer kurzen Aufwärmphase einfach so spielen wie immer. Nach ein paar Würfen wurden wir jeweils Einzeln auf einer Bahn von Vorne, von der Seite und von hinten auf Video aufgenommen. 

Die praktische Arbeit am ersten Tag bezog sich auf die Wurfvorbereitung, die Aufstellposition mit Hüftknick und Kopfanpassung, den synchronen Start von Balleingabe und 1. Schritt, das freie Pendel, das die Geschwindigkeit der Füße vorgibt und die Finishposition, wobei Fuß, Slideknie und Kopf möglichst in einer Linie stehen (sofern die O-Beine nicht wären). Um für die doch sehr vielen einzelnen Punkte ein Gefühl zu entwickeln, hatte Werner uns verschiedene Übungen gezeigt, bzw. viele kleine und doch sehr hilfreiche Tricks und Kniffe verraten. Wenn auch dann noch nicht alles klar war, nahm er uns einfach an die Hand und und führte uns.

Noch am selben Abend ging es quer durch die Stadt zum theoretischen Unterricht und zur Videoanalyse. Werner zeigte uns bei der Videoanalyse unsere verschiedenen Schwachpunkte, so dass wir auch später selber Analysen durchführen können. Die Theorie war alles Andere als langweilig. Wir lernten einiges über Linien- und Raumspiel, sowie die entsprechende Anpassung.

Der nächste Morgen begann mit verschiedenen Ölmustern und den Informationen über Veränderungen nach  wenigen Spielen. Neben der Anpassung der Ballabgabe erklärte Werner uns die verschiedenen Balltypen und deren Eigenschaften. Er zeigte uns Tabellen mit technischen Angaben, die teilweise sehr deutlich von den Angaben der Hersteller abwichen.

Natürlich begutachtete Werner unser vorhandenes Ballsortiment und vermaß unsere Hände. Bei Connie und mir hatte Amir Tabatabaei die Hände vermessen und Werner kam zum exakt gleichen Ergebnis.

Zurück in der Bowlinghalle kümmerten wir uns praktisch um die Ballabgabe (Vorwärts- bzw. Side-Roll, Linien- und Raumspiel und die Anpassung. Auch hier stand uns Werner mit seinem ganzen Können, viel Geduld und immer anspornend zur Seite.

Neugierig geworden? Überzeugt, nicht schon wieder >200 Euro für einen neuen Ball auszugeben, sondern lieber in eine fundamentierte Ausbildung zu investieren?

Für uns war es ein Erfolg und wir werden motiviert weiter trainieren!